VHS macht vorübergehend Platz für Kinder

Vorübergehend sollen im ersten Obergeschoss im ehemaligen Schulgebäude an der Hauptstraße, wo die Kita Wackelzahn untergebracht ist, zwei zusätzliche Gruppenräume geschaffen werden.

Die Roetgener Kita „Wackelzahn“ bezieht zwei weitere Räume. In zwei Jahren soll ein Neubau erfolgen. Geschätzte Kosten von 2,7 Millionen Euro.

Roetgen. Im Familienzentrum der Städteregion Aachen in Roetgen, in der Kindertagesstätte „Wackelzahn“, ist es eng geworden. Der Träger hatte nach Bekanntwerden der Situation schnell auf den erhöhten Bedarf reagiert. Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Städteregion hatte bereits im Juni beschlossen, kurzfristig zwei zusätzliche temporäre Gruppen auf dem Gelände des Familienzentrums in Roetgen einzurichten.

Bis Ostern 2017 sollten hier in Form einer Container- oder Modulbaulösung 40 neue Kindergartenplätze geschaffen werden.

Von diesem Provisorium aber rückte der Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung jetzt wieder ab. Stattdessen sollen vorübergehend zwei Gruppenräume im ersten Obergeschoss im ehemaligen Schulgebäude an der Hauptstraße, wo die Kita untergebracht ist, geschaffen werden. In den beiden Gruppen stünden dann 40 Plätze zur Verfügung, davon zwölf für die U3-Betreuung. Die notwendigen Gespräche mit der Gemeinde Roetgen zur Nutzung der Räume sind bereits aufgenommen worden.

Kritischer Punkt bei der Zwischenlösung ist aber, dass die Räume in der ersten Etage derzeit von der Volkshochschule Südkreis sowie einem weiteren Verein genutzt werden. Der Gemeinde Roetgen ist es aber zwischenzeitlich gelungen, mit einem anderen Gebäudeeigentümer in Roetgen zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen eine auf zwei Jahre begrenzte Ausweichlösung für die VHS zu finden.

100 000 Euro für Zwischenlösung

Auch wenn der Gemeinde Roetgen für die Überlassung der beiden Räume von der Städteregion eine Miete gezahlt werden muss und für die erforderliche Herrichtung der Räume Umbaukosten anfallen, ist diese Lösung mit geschätzten 100 000 Euro für einen Zeitraum von zwei Jahren immer noch wesentlich günstiger als eine Containerlösung, die rund 400 000 Euro kosten würde und außerdem bis Ostern 2017 nicht umzusetzen wäre.

Die Verwaltung hatte festgestellt, dass eine Modul- oder Containerlösung „extrem unwirtschaftlich“ sei. So kommt man aus Sicht der Städteregion nun zu einer kostengünstigeren und schneller zu realisierenden Lösung.

Das waren für den Ausschuss Argumente genug, um die gefassten Beschlüsse abzuändern. Die erste Gruppe soll im April 2017, die zweite Gruppe zum 1. August 2017 in Betrieb genommen werden.
Unabhängig von dieser temporären Planung sind sich alle Beteiligten einig, dass eine effektive Lösung zur Sicherstellung des künftigen Bedarfs an Kindergartenplätzen in Roetgen allein der Neubau einer viergruppigen Einrichtung sein kann. Gerade für junge Familien steht die Gemeinde Roetgen als Wohnort hoch im Kurs, und eine Vielzahl von Baugebieten wurde ausgewiesen.
Einen Vorschlag zum Grunderwerb und zur Errichtung eines Neubaus will die Verwaltung der Städteregion rechtzeitig vor Beginn des Anmeldeverfahrens für das Kindergartenjahr 2018/19, wenn die Einrichtung bezogen werden soll, vorlegen.

Die Städteregion hat schon einmal vorsichtig geschätzt und geht von 2,7 Millionen Euro Neubaukosten aus.

Quelle: Eifeler Nachrichten
Text und Foto: Peter Stollenwerk

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