Testphase für den Winterdienst auf Gehwegen

Gemeinde wird im Winter Schnee von Gehwegen fegen

Von: ag Aachener Nachrichten
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Der Roetgener Rat hat die Winterwartung von ausgewählten Gehwegen beschlossen. Foto: Imago/Christine Roth
 

Roetgen. In der Gemeinde Roetgen wird es zukünftig eine Winterwartung der Gehwege geben. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Zunächst soll die Wartung an folgenden Straßen beziehungsweise Straßenabschnitten beidseitig erfolgen: Bundesstraße ab Vennhof (Faulenbruchstraße/Pilgerbornstraße) bis Gewerbegebiet, Hauptstraße ab Ampel bis Einmündung Brandstraße, Jennepeterstraße, Rosentalstraße und Lammerskreuzstraße.

Es handelt sich erst einmal um eine Testphase. Nach einem Erprobungsjahr kann der Gemeinderat erneut über die Auswahl der Straßen beraten.

Bernd Vogel (PRB) sprach sich in der Ratssitzung gegen das Vorhaben aus. Bernhard Müller (Grüne) plädierte dafür, salzfreies Material zu verwenden. Bauamtsleiter Dirk Meyer erklärte dazu, dass in der entsprechenden Satzung der Gemeinde der Einsatz von Streusalz normalerweise nicht vorgesehen sei. Es gebe aber Ausnahmen, wenn der Glättegefahr nur mit Streusalz beizukommen sei. Es sei aber auch der Einsatz von Alternativen möglich, wenn sie denn die gleiche Wirkung hätten. Mit dieser Antwort war Christa Heners (Grüne) nicht zufrieden. „Es kann nicht sein, dass nur Salz gestreut wird“, sagte sie.

Wolfgang Schruff (PRB) sorgte sich, dass der Schnee vom Gehweg auf die Fahrbahn und von dort wieder zurück auf den Gehweg geschoben werden könnte. Meyer erklärte, dies solle nicht der Fall sein, zumal mit der Winterwartung der Gehwege und der Straßen das gleiche Unternehmen beauftragt werde.

Florian Rohn als Vertreter des Jugendbeirates begrüßte das Vorhaben. Da es sich um eine Testphase handele, könne er einige kritische Wortbeiträge der Gemeinderatsmitglieder nicht nachvollziehen. „Es verliert keiner was, deshalb sollte man die Testphase anlaufen lassen“, sagte Rohn.

Silvia Bourceau (UWG) erklärte hingegen, dass die Testphase auch Geld koste. Diese Kosten würden nicht auf die Allgemeinheit umgelegt, sondern müssten von den Grundstückseigentümern aufgebracht werden. Außerdem wollte sie wissen, ob eine Winterwartung der Gehwege auch in Rott geplant sei. Bürgermeister Jorma Klauss antwortete, Zielsetzung sei es nicht, einen Service für die Anwohner zu bieten. Viele kämen ihrer Räumpflicht nicht nach, deshalb solle diese Aufgabe auf die Gemeinde übertragen werden. Nach der Testphase sei auch eine Ausweitung auf andere Bereiche möglich, sagte Klauss.

„Es ist interessant zu beobachten, wie dieser Rat sogar Testphasen immer wieder zum Problem macht. Die wichtigsten Dinge sind doch geklärt“, sagte Klaus Onasch (SPD) und sprach sich dafür aus, die Winterwartung auf alle Gehwege auszudehnen, wenn die Testphase erfolgreich sein sollte.

Auch Michael Seidel (CDU) erklärte, es gehe doch eigentlich nur noch um die Umsetzung. Stattdessen würde sich der Gemeinderat aber nun mit kleinsten Details und Bedenken beschäftigen.

Am Ende wurde die Winterwartung der Gehwege durch die Gemeinde mit 21 Ja-Stimmen, sechs Nein-Stimmen und vier Enthaltungen beschlossen.

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