Planung zu Wohnbebauung an Faulenbruchstraße wird konkreter

Faulenbruchstraße (Foto: Nadine Eikermann)

Die Planungen zur Bebauung der „Faulenbruchstraße Süd“ werden konkreter. Das städtebauliche Konzept für die Grundstücke war in der Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Roetgen Ende vergangenen Jahres kritisiert worden und wurde deshalb vom ausführenden Architekturbüro überarbeitet und erneut vorgestellt.

Das überarbeitete Konzept wurde vom Bauausschuss mit einigen Anmerkungen genehmigt.

Nach den Plänen des Investors sollen in der Nachbarschaft des Vennhofs zwei Gebäude entstehen, die über ein gemeinsames Treppenhaus verbunden wären. Die SPD beharrte darauf, dass die bauliche Gestaltung hier durchlässig sein soll, beispielsweise aus Glas. 18 Wohneinheiten sind insgesamt vorgesehen. Auch Wohngemeinschaften für Demenzkranke sind geplant. Die Verwaltung nahm den Vorschlag zur Kenntnis und versicherte, darauf zu achten, inwiefern man Vorgaben diesbezüglich durchsetzen könne.

Die ursprünglich vom Investor angedachte Tiefgarage fällt in dem neuen Entwurf weg. Stattdessen werden insgesamt mehr als 50 Stellplätze für Autos an den Grundstücken eingeplant. Gudrun Meßing von der Grünen-Fraktion äußerte Kritik daran. Sie könne es sich nicht vorstellen, dass so tatsächlich ein „dörflicher Charakter mit lockerer Anordnung“ entstehe, wie es das Architekturbüro betone. Auch die Grünfläche in der Mitte, die als „Platz der Sinne“ verkauft werde, sei kleiner als beim ursprünglichen Plan, merkte sie an.

Man könne den Investor nicht zwingen, eine Tiefgarage zu bauen, entgegnete die Verwaltung. Man orientiere sich bei der Berechnung der Stellplätze an den Richtwerten der Verwaltung, und diese sähen zwei Plätze pro Wohneinheit vor. Nach welchen Richtlinien die Begrünung vorgenommen werde, würde im Bebauungsplan festgehalten werden.

Das neue Konzept des Architekturbüros sieht ebenso vor, dass sechs weitere Wohnhäuser mit „Einfamilienhauscharakter“ auf den Grundstücken gebaut werden. Ein Wendehammer soll es Müllfahrzeugen und Lkw ermöglichen, problemlos zu wenden. Die Erhaltung von Bäumen und das Pflanzen von weiteren Bäumen sollen für Auflockerung sorgen und die Wohnhäuser von der Faulenbruchstraße abgrenzen. Die Ravel-Route und der Spielplatz am Gebiet Grepp III seien fußläufig erreichbar.

„Es geht quasi um eine Willensbekundung: Ob man so ein Konzept mit in die städtebauliche Planung aufnimmt“, betonte Bürgermeister Jorma Klauss, nachdem von den Ausschussmitgliedern einige konkrete Vorschläge gemacht wurden. Auf Einzelheiten, wie Entwässerung und Schallschutz, werde man im nächsten Schritt eingehen, sagte er.

Bernd Vogel von der PRB-Fraktion kritisierte, dass einzelne Gebäude mit rund zehn Meter Höhe viel zu groß seien und dass man zum Spielplatz in Grepp III über die belgische Grenze gehen müsste. Er sprach sich bei der Abstimmung gegen das Konzept aus.

Silvia Bourceau von der UWG-Fraktion regte an, die massive Versiegelung zu reduzieren, indem man keine versiegelten Stellplätze plane. Grundsätzlich sei sie jedoch dafür, Mehrfamilienhäuser und Wohnungen für Demenzkranke zu bauen, denn diese würden benötigt. Dem schloss sich so auch Michael Buschmann, Sachkundiger Bürger der Grünen-Fraktion, an. Beide enthielten sich bei der Abstimmung. Die SPD ließ von der Verwaltung festhalten, dass darauf geachtet werde, dass tatsächlich ein fußläufiger Zugang zu der Ravel-Route installiert werde, auf die Grünfläche beharrt werde und bauliche Flächen im Rahmen des Städtebaukonzeptes festgelegt werden würden, damit die Häuser nicht doch größer werden als in dem Konzept angegeben.

Das vorgelegte Konzept wird nun in den Bebauungsplan aufgenommen. Der Eigentümer des nördlich angrenzenden Grundstückes an der Faulenbruchstraße 11 sei mit in die Planungen einbezogen worden, so die Verwaltung. So zügig wie möglich soll der Bau laut Investor nun beginnen.

Aachener Nachrichten 18. März 2019 (nt)

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