Neue Kita in zwei Jahren fertig

Durch die kurzfristige Schaffung von zwei neuen Gruppen im „Wackelzahn“ an der Hauptstraße kann der Bedarf an Kindergartenplätzen in Roetgen gedeckt werden. Eine wahre Welle von Neuanmeldungen.

Der Roetgener Kindergarten „Wackelzahn“, das Familienzentrum der Städteregion Aachen, ist auf Wachstumskurs. Roetgen ist Zuzugsgemeinde, und entsprechend positiv entwickeln sich die Kinderzahlen. Dass die Einrichtung in der alten Schule an der Hauptstraße nun aber einen markanten Wachstumssprung macht, hat mit der Bildung von zwei neuen Gruppen zu tun. Derzeit werden im ersten Obergeschoss des Gebäudes die erforderlichen Räume hergerichtet. Bereits zum 1. April soll die erste Gruppe aufnahmebereit sein; zum 1. August 2017 kann die zweite Gruppe ihren Betrieb aufnehmen.

Es handelt sich um eine temporäre Lösung, die vor allem den Zweck verfolgt, den aktuellen Bedarf an Kindergartenplätzen in Roetgen zu decken. Die zweckmäßige Übergangsregelung funktioniert, weil die Volkshochschule Südkreis Aachen ihre hier befindlichen Kursräume kurzfristig räumte und bis auf Weiteres eine Bleibe im Vennhof fand.

Die beiden neuen Gruppen bilden aber lediglich den Vorlauf zu einer Gesamtlösung, die im Neubau einer viergruppigen Kita besteht. In diesem Sommer will die Städteregion ihre Pläne vorlegen.

Tagesmütter stark nachgefragt

Die Kindergartensituation in der Gemeinde Roetgen war jetzt auch Thema in der Sitzung des Bildungs-, Generationen-, Sozial- und Sportausschusses. Alexander Franzen vom Jugendamt der Städteregion sprach von einer „kleinen Welle“, die derzeit auf die Kita Wackelzahn zurolle. Diese „Welle“ besteht aus 17 Neuanmeldungen von Kindern, die noch gar nicht in der Gemeinde gemeldet sind, aber durch Zuzug in den sich rasant entwickelnden Neubaugebieten bald zur Kommune gehören werden.

Auf das gesamte Gemeindegebiet gesehen stehen insgesamt 270 Kindergartenplätze zur Verfügung; demgegenüber stehen 247 Kinder in den Einrichtungen. Darüber hinaus stehen 21 Plätze in der Tagespflege zur Verfügung. Gerade in der Gemeinde Roetgen ist die Betreuung durch Tagesmütter stark nachgefragt.

Mit 52 Prozent liegt die Nachfragequote nach U3-Betreuungsplätzen in den Kindergärten in Roetgen so hoch wie nirgendwo sonst in der Städteregion. Auch hier findet sich der Grund in den Neubaugebieten. Hier gibt es unter den Eltern überdurchschnittlich viele Doppelverdiener, die eine möglichst weitreichende Kinderbetreuung wünschen.

In ihren Kitas betreut die Städteregion auch insgesamt 80 Flüchtlingskinder, vor allem in Baesweiler (55) und Roetgen (18).

Städteregion als Träger

Das neue Kindergartengebäude soll Ende 2019 bereits bezugsfertig sein. Noch befindet sich die Städteregion in der Endphase der Grundstücksverhandlungen, so dass noch kein Standort genannt werden kann. Wunsch aus Roetgen ist es, dass die Städteregion als Träger der neuen Einrichtung auftritt, aber auch darüber müssen noch Gespräche geführt werden, wenngleich alles auf eine solche Konzeption hinausläuft.

Quelle: Text und Bild: P. Stollenwerk

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