Grundschule freut sich über Geldregen

Im Jahr 2018 sollen insgesamt 133 500 Euro aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ in Roetgen investiert werden

Die Grundschule in Roetgen darf sich über einen Geldregen freuen. Im Rahmen des Projektes „Gute Schule 2020“ stehen ihr jährlich 83 940 Euro zur Verfügung. Im März hatte der Gemeinderat die Umsetzung des Projektes der damaligen Landesregierung und der entsprechenden Maßnahmen für das Jahr 2017 beschlossen. Die Umsetzung der Maßnahmen für die Folgejahre 2018 bis 2020 erfolgt durch einen jährlich neu zu fassenden Ratsbeschluss mit Vorberatung durch den Bildungs-, Generationen-, Sozial- und Sportausschuss. Eventuelle Restmittel können in das folgende Jahr übertragen werden.

Freifunk-Netzwerk eingerichtet

In diesem Jahr wurde für 2827,17 Euro ein Freifunk-Netzwerk im Bürgersaal eingerichtet. Ein Restbetrag von 872,83 wird in das Jahr 2018 übertragen. Neuanschaffungen für die Medienerziehung inklusive eines W-LAN-Anschlusses werden voraussichtlich 17 895,44 Euro kosten, so dass ein Überschuss von 5304,56 Euro verbleibt. Im Rahmen des ersten Teils der vorgesehenen Schulhofgestaltung sollte ein großes Spielgerät angeschafft werden. Dafür waren 57 000 Euro eingeplant. Für die Erstellung einer Leistungsbeschreibung eines Landschaftsarchitekten entstanden Kosten in Höhe von 1428 Euro. Das Spielgerät konnte aber nicht angeschafft werden, da das angeforderte Angebot vom Vergabeverfahren ausgeschlossen wurde. Es sei ein „unangemessen hoher Angebotspreis“ abgegeben worden, heißt es von Seiten der Gemeindeverwaltung. So stehen im Jahr 2018 zusätzlich 61 789,39 Euro aus den Mitteln des Jahres 2017 zur Verfügung.

Über die Verwendung der Mittel für das Jahr 2018 in Höhe von 83 940 Euro und den Überschuss aus dem Jahr 2017 wurde jetzt im Bildungs-, Generationen-, Sozial- und Sportausschuss beraten. Zur Sitzung war auch Schulleiterin Susanne Bortot eingeladen.

„Wenn einmal gebuddelt wird, können die anderen Dinge mit in Angriff genommen werden.“

Susanne Bortot, Schulleiterin

Da der erste Teil der Schulhofgestaltung noch nicht vollständig umgesetzt werden konnte, soll dieser mit dem zweiten Teil der Maßnahme im Jahr 2018 abgewickelt werden. Für das geplante große Spielgerät wird eine neue Ausschreibung erfolgen. Außerdem soll ein Schulhofgestalter beziehungsweise Landschaftsplaner beauftragt werden, der ein Konzept erstellt, das dann im Jahr 2018 realisiert werden könnte. Geplant ist, den Bau einer Kletterstruktur gemeinsam mit der Schulhofgestaltung anzugehen. „Wenn einmal gebuddelt wird, können die anderen Dinge mit in Angriff genommen werden“, sagte Bortot. Ziel sei es, über 300 Schülern in den Pausen vielfältige Möglichkeiten zur Bewegung zu geben. Insgesamt sind hierfür 68 500 Euro vorgesehen.

Geplant ist auch, einen Klassensatz neue iPads anzuschaffen. Ein zweiter Satz war für 2019 angedacht. Die Schulleitung hat aber vorgeschlagen, dies vorzuziehen, um das erarbeitete Medienkonzept bestmöglich umsetzen zu können. Dazu hat Bortot mit dem Medienzentrum Aachen Kontakt aufgenommen. Hier wird mit Kosten in Höhe von 10 000 Euro geplant.

Für die Anschaffung von neuer Medientechnik für die Schulaula sind 50 000 Euro vorgesehen.

Aufgrund steigender Schülerzahlen ergibt sich für das Schuljahr 2018/2019 voraussichtlich eine Vierzügigkeit an der Grundschule. Dafür muss dann ein Klassenzimmer neu ausgestattet werden. Vorgesehen sind jeweils 20 Stühle und Tische, eine Tafel und Regale. Die Kosten in Höhe von 5000 Euro sollen auch über das Projekt „Gute Schule 2020“ abgewickelt werden.

Mit Blick auf die Flucht- und Rettungswege in der Sporthalle wurden seitens der Gemeindeverwaltung Gespräche mit der NRW-Bank geführt, ob eine Finanzierung der Maßnahme durch das Projekt „Gute Schule 2020“ überhaupt förderfähig ist. Dazu teilte die Bank mit, dass eine vollständige Förderung nur begründet werden kann, wenn eine schulische Nutzung von mehr als 50 Prozent nachgewiesen werden kann. Dies ist nach Einschätzung der Verwaltung aber nicht der Fall. Daher komme nur eine prozentuale Finanzierung in Höhe von 8000 Euro in Betracht. Das sei aber nicht ausreichend, erklärte die Verwaltung. Daher sehe man das Vorhaben in förderrechtlicher Hinsicht grundsätzlich kritisch, „da für die reine Schulnutzung ein dritter Flucht- und Rettungsweg als solcher nicht notwendig ist. Dieser wird vielmehr benötigt, um die Turnhalle als Versammlungsstätte zu nutzen.“

Sportkonzept wird erarbeitet

Nach Rücksprache mit der Schulleiterin ist die Anschaffung von Sportgeräten für das Jahr 2019 geplant. Hierzu soll im kommenden Jahr mit dem Lehrerkollegium ein Sportkonzept erarbeitet werden.

Insgesamt sollen im Jahr 2018 also 133 500 Euro der Mittel aus dem Programm „Gute Schule 2020“ investiert werden. Voraussichtlich bleibt ein Restbetrag von 12 229,39 Euro, der in das Jahr 2019 übertragen werden kann, oder zur Deckung der eventuell anfallenden Mehrkosten für das Spielgerät beziehungsweise alternativ für die Medientechnik des Bürgersaals verwendet werden soll.

Der Bildungs-, Generationen-, Sozial- und Sportausschuss empfiehlt dem Gemeinderat, die Umsetzung der Maßnahmen zu beschließen.

Quelle: Eifeler Nachrichten

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