Grünes Licht für neue Kita

Roetgener Bauausschuss gibt grünes Licht für den Bau einer neuen Kita

Text: ag, Bild: H.Scheep  Aachener Nachrichten am 10.06.2018
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Ein Teilstück der Mauer an der Hauptstraße soll entfernt werden, um die Zufahrt zur neuen Kita im hinteren Bereich der bestehenden Tagesstätte zu optimieren. Rechts die vieldiskutierte Linde.

Roetgen. Dem Bau einer neuen Kita der Städteregion Aachen an der Hauptstraße in Roetgen hat der Bauausschuss der Gemeinde nun grundsätzlich zugestimmt. Als ihnen die Pläne der Städteregion für den Bau einer weiteren Kindertagesstätte hinter dem bestehenden Familienzentrum „Wackelzahn“ an der Hauptstraße im Frühjahr vorgelegt wurden, hatten die Roetgener Politiker zunächst Chaos befürchtet.

Sie sahen insbesondere beim Bringen und Abholen der Kinder Probleme, worauf sich eine breite Diskussion über die verkehrstechnische Anbindung entspann.

Aufgegriffen wurde nun der Vorschlag, ein Teilstück der bestehenden Mauer an der Hauptstraße zu entfernen, um die Zufahrt zu optimieren. Eine Trennung des fußläufigen Verkehrs soll jetzt über einen Weg Bereich des angrenzenden Spielplatzes erfolgen.

Die vorhandene Hecke soll dabei als räumliche Trennung zum Autoverkehr dienen. So sei eine gefahrlose Nutzung des Weges möglich, hieß es in der Verwaltungsvorlage für die jüngste Sitzung des Bauausschusses. Nur im rückwärtigen Bereich käme es zu einer Begegnung mit dem Autoverkehr. Dies könne aber ausreichend kenntlich gemacht und auch bei jüngeren Kindern bereits im Sinne einer frühen Verkehrserziehung als Haltepunkt genutzt werden.

Es gilt aber noch weitere Details zu klären. Dazu gehören die Fragen, ob eine alte Linde für das Bauvorhaben gefällt werden muss, oder ob und unter welchen Umständen der Baum erhalten werden kann. Gerd Pagnia (Grüne) hatte nämlich erklärt, dass die Linde auf jeden Fall geschützt werden müsse. Das sei für die Grünen nicht diskutierbar. Ein Vertreter des beauftragten Planungsbüros erläuterte, dass dies nur mit erheblichem Aufwand möglich sei, für den man einen hohen zusätzlichen Betrag benötige, der im Budget nicht vorgesehen sei. „Ich würde mich an den Baum fesseln, das würde sicherlich noch mehr kosten“, drohte Pagnia. Silvia Bourceau (UWG) meinte, die Gemeinde müsse bei einem Ortsbild prägenden Baum mit Blick auf die Baumschutzsatzung der Kommune eine Vorbildfunktion erfüllen. Darum dürfe er nicht gefällt werden.

Das grundsätzliche Einverständnis mit dem Bauvorhaben wurde schließlich mit der Prüfung verbunden, wie der Baum erhalten werden kann. Dem stimmten die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig zu.

Dachziegel passen nicht ins Ortsbild

Gudrun Meßing (Grüne) und Silvia Bourceau war aufgefallen, dass laut Planung auch rot-braune Dachziegel verwendet werden könnten. Das passe aber nicht ins Ortsbild, argumentierten sie. Das sahen die anderen Ausschussmitglieder ebenso. Meßing kritisierte auch die vorgesehene Gestaltung mit hellem Putz als nicht ortstypisch. Außerdem hatte sie eine Reihe von Fragen unter anderem zu den Besitzverhältnissen, zum Brandschutzkonzept, zu den vorhandenen Hecken, zur Versiegelung des Parkplatzes und zu den Planungskosten.

Bernd Vogel (PRB) monierte, dass in der Planung ein Fußgängerüberweg auf der Hauptstraße fehle. Dabei unterstützte ihn Michael Buschmann (Grüne). Unter Umständen könne man auch darüber nachdenken, dass die Gemeinde die Kosten dafür selbst übernehme. Schließlich gebe es bald zwei Kitas in diesem Bereich. Wichtig sei auch, dass der Fußgängerüberweg barrierefrei gestaltet wird.

Wolfgang Schruff (PRB) forderte die Entwässerung über einen Kanal statt über Pumpen zu lösen.

Helmut Helzle (CDU) schlug vor, ein größeres Stück der Mauer an der Hauptstraße zu entfernen, um so eine gerade Zufahrt auf das Gelände zu ermöglichen. „Wenn wir schon da rangehen, dann auch richtig“, sagte Helzle. Bourceau und Buschmann sprachen sich ebenfalls dafür aus.

Klaus Onasch (SPD) kritisierte, dass die Beteiligung der Öffentlichkeit und die öffentliche Auslage der Unterlagen hauptsächlich in den Sommerferien erfolgen sollen. „Das wäre möglicherweise ein Grund, dagegen anzugehen“, sagte er. Auch Bourceau meinte: „Das hat einen faden Beigeschmack.“

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