Grüne, UWG und PRB lehnen dringend benötigte Pflegeplätze in Roetgen ab

Auf Antrag der Fraktion der Grünen sollte der vorhabenbezogene Bebauungsplan für den Um- und Ausbau des Seniorenzentrums in Roetgen nicht mehr weiterverfolgt werden.

Durch die Einstellung dieses Bauleitplanverfahrens wäre das Projekt von Seiten der Gemeinde ganz, oder auf Zeit, unterbunden worden. Ob der Investor in Folge dessen seine Investitionsbereitschaft aufrechterhalten hätte, ist mit Sicherheit fraglich. Besonders, da das Verfahren seitens des Investors bisher nicht mit letzter Konsequenz verfolgt wurde.

Laut dem Antrag der Grünen soll ein runder Tisch innerhalb von 12 Monaten ein Konzept zur integrierten Seniorenarbeit erarbeiten. Diesem Teil des Antrags folgt die SPD vollumfänglich und wird dieses Gremium tatkräftig unterstützen. Hierbei werden auch seitens der SPD eigene Ideen eingebracht. Doch selbst wenn nach 12 Monaten Ergebnisse des runden Tisches präsentiert würden, benötigen etwaige Maßnahmen zusätzlich Zeit für die Umsetzung.

Wieso also nicht zweigleisig fahren?

Aber genau das wollen Grüne, UWG und PRB nicht. Hauptargument ist, dass mit der Errichtung des Seniorenheims angeblich ein Monopol geschaffen wird und somit kein weiterer Anbieter eine Chance in der Seniorenarbeit hätte.

Wir meinen: Konkurrenz belebt das Geschäft. Und gerade in diesem Fall ist Konkurrenz am Markt sinnvoll. Wäre es nicht toll, wenn zukünftig mehr als ausreichend Plätze in verschiedenen Bereichen der Pflege vorhanden sind, so dass zwischen den Anbietern und vielleicht auch anderen Systemen ausgewählt werden kann?

Nein, die selbsternannten Fachleute aus der Koalition der Weisen verteufeln das gesamte System. Es wird seitens Herrn Müller behauptet, dass die Arbeit des Arbeitskreises sinnlos würde, wenn die Pläne des Investors realisiert würden. Dem Investor wird unterstellt, dass er bei seinem Geschäftsmodell keinesfalls einen ordnungsgemäßen und menschenwürdigen Betrieb seiner Pflegeeinrichtungen durchführen könnte. Obwohl weder über das Roetgener noch über das Walheimer Pflegeheim – das ebenfalls von Alloheim betrieben wird, und das durchaus einen guten Ruf genießt – Beschwerden bei der Heimaufsicht vorliegen

Seitens der Grünen und der UWG werden Ängste geschürt, um den Betreiber und auch das System zu verunglimpfen. Glückwunsch hierzu, verunsichern sie nur weiter alle Mitmenschen und insbesondere diejenigen, die keine andere Wahl haben, als sich in die Grundversorgung zu begeben.

Ja, wir sprechen da von Demagogie. Abgesehen davon, dass ein Demagoge in der Antike ein angesehener Redner im politischen Bereich war, wird Demagogie nach Martin Morlocks „Hohe Schule der Verführung. Ein Handbuch der Demagogie“ wie folgt definiert:

„Demagogie betreibt, wer bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein politisches Ziel wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzen vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt.“[1]

Nun anhand dieser Definition kann sich jeder sein eigenes Bild zu den Aussagen (insbesondere denen von Herrn Müller, Grüne) machen.

Die SPD als Ganzes und insbesondere unser Ortsverein möchte Rahmenbedingungen schaffen, die ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Doch wenn dies nicht mehr möglich sein sollte, müssen ausreichende und bedarfsgerechte Pflegeplätze im Nahfeld vorhanden sein.

Deshalb möchten wir schnellstmöglich den durch die Städteregion festgestellten Fehlbedarf von aktuell 26 Plätzen (Tendenz steigend) schließen.

Dies können wir als Politik nicht selbst durchführen. Daher sind wir auf Investoren angewiesen. Diese standen und stehen nicht Schlange, um hier vor Ort etwas zu realisieren.

Abschließend möchten wir allen Pflegekräften und den ehrenamtlichen Helfern für den aufopferungsvollen Einsatz recht herzlich danken und gleichzeitig bekräftigen, wenn Sie Unterstützung benötigen oder gar Missstände erkennen, scheuen Sie nicht uns anzusprechen und diese auch zu benennen.

Wir als SPD und allen voran unser Bürgermeister Jorma Klauss sind ansprechbar. Bitte machen Sie Gebrauch davon.

[1]Morlock, Martin (1977): Hohe Schule der Verführung. Ein Handbuch der Demagogie. Wien/Düsseldorf: Econ Verlag. In: Wikimedia Foundation Inc. (2019): Demagogie. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Demagogie#cite_note-3 [27.11.2019]
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