Für eine weitere Ampel werden auch „Kröten“ geschluckt

Quelle: Eifeler Zeitung
Bericht: Andreas Gabbert

Der Rat der Gemeinde Roetgen spricht sich einstimmig für den Bau einer Ampelanlage auf der B 258 aus. Viele Details zu klären.

Roetgen. Die geplante zweite Ampel auf der B 258 an der Kreuzung mit der Rosentalstraße und der Mühlenstraße hat eine weitere Hürde genommen. Die Mitglieder des Roetgener Gemeinderates haben sich einstimmig für den Bau der Ampelanlage ausgesprochen, nur Bernd Vogel (PRB) enthielt sich der Stimme.

In der Vorlage der Verwaltung wurde das Vorhaben als Gesamtverkehrskonzept bezeichnet. Dies konnten aber die Ratsvertreter Bernhard Müller (Grüne), Bernd Vogel und der parteilose Günther Severain nicht erkennen und machten ihre Zustimmung von der Streichung dieses Begriffes abhängig.

Auch Franz-Josef Zwingmann forderte im Namen der FDP ein „Gesamtverkehrskonzept, das auf die Zukunft ausgerichtet ist“. Außerdem forderte die FDP eine „Radfahrkonzeption“ für beide Seiten der Bundesstraße und einen „Bus-Rendevouz-Punkt“ im Rahmen einer möglichen Erweiterung des Gewerbegebietes am Ortsausgang in Richtung Aachen. Auch wenn die FDP lieber einen „kleinen Kreisverkehr“ gesehen hätte, erklärte sie sich bereit, auch die Ampellösung mitzutragen.

Die Sicherheit muss im Vordergrund stehen.

Patrick Jansen
UWG Roetgen

Silvia Bourceau (UWG) hatte erklärt, dass ihre Fraktion nur wegen der besseren Sicherheit für Kinder und ältere Menschen, „die Kröte Busverknüpfungspunkt“ schlucken werde. Sie regte an, jetzt schon mit Lichtzeichen auf die Gefahrensituation an der Kreuzung aufmerksam zu machen. Außerdem fragte sie nach dem Zeitplan für den Bau der Ampelanlage.

Bushaltestelle Rosentalstraße

Florian Rohn sprach als Vertreter des Jugendbeirates mit Blick auf die Verkehrssituation auf der B 258 von einem allgemeinen Problem. Er sei aber froh, dass man als Fußgänger in Zukunft zumindest an dieser Kreuzung gut über die Straße kommen werde.

Bernd Vogel kritisierte unter anderem den provisorischen Busverknüpfungspunkt auf der Bundesstraße. Außerdem seien die Platzverhältnisse südlich des Kreuzungsbereichs für die anstehende Maßnahme zu eng, sagte Vogel.

Für Christa Heners (Grüne) ist die Bushaltestelle an der Rosentalstraße zurzeit noch zu weit vom Busverknüpfungspunkt an der Post entfernt. „Wenn das so kommt, müssen wir uns dringend nochmal unterhalten“, sagte sie.

Bürgermeister Jorma Klauss erläuterte, dass die Planung eine entsprechende Vorbereitungszeit benötige, und dass die Maßnahme den Haushalt der Gemeinde entsprechend hoch belasten würde. Auch eine Umsetzung im laufenden Haushaltssicherungskonzept (HSK) sei nicht unmöglich. Die Frage sei, wann man die Maßnahme in Angriff nehmen wolle. Der Bau der Ampel werde eine erneute Verlagerung der Bushaltestellen mit sich bringen, erklärte der Bürgermeister und ergänzte, dass auch weiterhin Haltestellen für die Schnellbusse auf der B 258 nötig sein würden, falls es einen Bus-Verknüpfungspunkt in einem erweiterten Gewerbegebiet geben sollte. Die Situation in der Rosentalstraße sei noch nicht endgültig geklärt, es sei aber sinnvoll, die Lage der Bushaltestelle in der konkreten Planung zu bedenken, sagte Klauss.

„Die Sicherheit muss im Vordergrund stehen“, sagt Patrick Jansen (UWG). Dies dürfe nicht von der Haushaltslage abhängig gemacht werden. „Wenn ein Kind überfahren wird, ist das mit Geld nicht mehr gut zu machen“, betonte Jansen.

Klaus Onasch (SPD) sprach sich dafür aus, frühzeitig mit der Planung zu beginnen, „um vorbereitet zu sein“. Rainer Welzel (UWG) unterstützte diese Positionen und sprach sich ebenfalls für einen raschen Baubeginn aus. „Die Sicherheit darf nicht an einer HSK-Regelung scheitern“, sagte Welzel.

 
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