Freudiges Fest in nicht so einfachen Zeiten

Zum Foto: Zum 125.Schützen-Geburtstag der Rotter St.-Hubertus-Schützen gratulieren stellvertretend dem Brudermeister Hans-Dirk Coppeneur (re.) beim Festakt Bürgermeister Jorma Klauss, Dieter Woche vom Diözesanverband, Bezirksbundesmeister Manfred Tings und Abgeordneter Stefan Kämmerling (v. li.).

St.-Hubertus-Schützen Rott feiern 125-Jähriges Bestehen mit großem Programm. Gratulationen und gute Wünsche für die Zukunft.

Rott. Regen und Wind, der beim großen Jubiläumsfest anlässlich des 125-jährigen Bestehens der St.-Hubertus-Schützen Rott am Sonntagabend auch einsetzte, musste das Geburtstagskind im Laufe der vielen Jahre schon häufiger spüren. Dies sollte aber kein Hindernis sein, denn das große Ereignis wurde gebührend gefeiert: Mit Gottesdienst, Kranzniederlegung, Platzkonzerten, Dudelsäcken und einem Festakt im Saal Hütten.

Gleich zum Auftakt ging es zünftig schottisch zu, die „Scotch Piper“ aus Grevenbroich versetzten mit ihren Dudelsackklängen den Saal in gute Laune. Da wollten der Musikverein Rott und die Jagdhornbläsergruppe Roetgen-Geilenkirchen nicht nachstehen, ihre Beiträge erfreuten ebenfalls bei der Geburtstagsfeier der Rotter Schützen die Festgäste. Auf der Bühne ging es Schlag auf Schlag festlich zu, der gut aufgelegte Brudermeister und Vorsitzende Hans-Dirk Coppeneur hieß als Gastgeber illustre Gäste aus Vereinen, Politik, Verwaltung, Sport und Kirche, besonders aus der Schützenszene, so die amtierende Bezirkskönigin Gina Zehn aus Sief, herzlich willkommen. „Und unsere Rotter Freunde möchte ich nicht vergessen“, so der Brudermeister, der dann, wie es sich an solch einem Festabend geziemt, kurz auf die Schützengeschichte des Vereins einging.

Zur Zukunft des Schützenwesens äußerte sich der Brudermeister ein wenig skeptisch: „Es wird für uns als Schützen sehr schwer werden.“ Die Bruderschaft müsse sich neu ausrichten, denn die gesetzlichen Auflagen würden zusehendst schärfer. „Aber dennoch steht und fällt ein Verein mit der aktiven Arbeit seiner Mitglieder. Und da sind wir an dem Punkt, der schwer zu beeinflussen ist.“ Das Bewusstsein, sich in einen Verein einzubringen, werde bei jedem Einzelnen „immer geringer“. Er könne nur hoffen, dass man in Rott 25 Jahren das 150-jährige Bestehen feiern könne“, schloss er unter großem Beifall der Festgäste.

„Ein Verein steht und fällt mit der aktiven Arbeit seiner Mitglieder.“

Hans-Dirk Coppeneur
Brudermeister

Dann folgte die Zeit der Festreden und Geburtstagsgeschenke, den Reigen eröffnete SPD-Landtagsabgeordneter Stefan Kämmerling. Schützenbruderschaften seien seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil des Zusammenlebens. In ihren Uniformen und mit ihren Fahnen würden die Schützen ein imposantes Bild abgeben. Dieses Bild zeige, dass das Schützenwesen insbesondere in Rott „lebendig und vielfältig“ sei. Für die Gemeinde Roetgen gratulierte Bürgermeister Jorma Klauss dem Geburtstagskind. Auch er ließ wissen, dass die Vereine schwere Zeiten durchmachen müssten, denn es fehle der Nachwuchs. Außerdem sei der Schießsport ein wenig in Verruf geraten. „Ich kann Ihrem Verein nur einen länger fortwährenden Bestand wünschen“, so Klauss. Als Vertreter des Diözesanverbandes richtete Dieter Woche Glückwünsche an die Rotter Schützen. Bezirksbundesmeister Manfred Tings betonte, dass die Schützenbruderschaften nicht nur für die Ideale Glaube, Sitte, Heimat eintrete sondern sich als Gemeinschaft vielen Dingen stellen und widmen.

Nach dem offiziellen Teil folgten Gratulationscour, Musikdarbietungen und der obligatorische Königswalzer, mit dem der Ball traditionell eröffnet wurde. Da ließen sich die anwesenden Majestäten nicht zweimal bitten.

Quelle: Eifeler Nachrichten
Text und Foto: Günther Sander

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