Fährt das Sammelauto der Aseag künftig auch nach Roetgen rein?

Antrag des Jugendbeirates wird derzeit geprüft. Bisher bis Marienbildchen.

Eine praktische Einrichtung ist das Sammel-Auto der Aseag. Mit dem Aseag-Sammel-auto, kurz ASA genannt, kann jedes Ziel innerhalb der Stadtgrenzen Aachens erreicht werden. Das Sammelauto kann um 0.15 Uhr sowie zwischen 1.15 und 4.15 Uhr halbstündlich, wenn der reguläre ÖPNV ruht, angefordert werden. Für die Nutzung ist eine Vorbestellung 45 Minuten vor der geplanten Fahrt notwendig. Der Festpreis bis zur Stadtgrenze beträgt 5 Euro.

Auch Roetgen sollte von diesem Angebot profitieren. Das ist jedenfalls die Auffassung im Jugendbeirat der Gemeinde Roetgen. Das Gremium hatte jetzt zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses den Antrag zur Diskussion gestellt, die Möglichkeiten zur Anbindung der Gemeinde Roetgen an das Aseag-Sammelauto zu prüfen. Der Vorstoß stieß auf allgemeine Zustimmung. Ein erweitertes Mobilitätsangebot zu später Stunde sei für die gesamte Roetgener Bevölkerung von Bedeutung, erläuterte Florian Rohn für den Jugendbeirat den Antrag. Am Wochenende fahre der letzte Bus ab Aachen in Richtung Roetgen um 0.30 Uhr, wochentags bereits um 23 Uhr.

Wucherpreise der Taxen?

Da das ASA nur bis zur Stadtgrenze Aachen fahre, ende die Fahrt kurz vor Roetgen an der Haltestelle Marienbildchen. Um von dort aus in den Ort zu gelangen, müsse man entweder einen längeren Fußweg in Kauf nehmen oder aber ein Taxi rufen. Zum Thema Taxi merkte Rohn an, dass die Fahrer meist einen deutlichen überhöhten Tarif in Höhe von 30 Euro für die Strecke Marienbildchen-Kalfstraße verlangen würden. Daher würde ein Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinde Roetgen und der Stadt Aachen über einen erweiterten Radius des Sammelautos nicht nur für die Roetgener Jugend, sondern für die gesamte Bevölkerung einen enormen Mehrwert darstellen.

Die Verwaltung hat in dieser Angelegenheit bereits mit der Aseag Kontakt aufgenommen. Bürgermeister Jorma Klauss berichtete, dass dort derzeit geprüft werde, ob und zu welchen Konditionen eine Erweiterung des ASA auf das Gemeindegebiet Roetgen realisierbar wäre.

Abschließend griff Bernhard Müller (Grüne) noch einmal die Aussage auf, wonach Taxifahrer für Fahrten von Marienbildchen nach Roetgen überhöhte Tarife verlangen würden. 30 Euro seien „Wucher“, schimpfte Müller, der meinte, dass man dieser Behauptung unbedingt einmal nachgehen müsse.

Mitfahrerbänke noch nicht spruchreif

Mitfahrerbänke, wie sie bereits in der Gemeinde Simmerath als zusätzliches Mobilitätsangebot stehen, sind in Roetgen noch kein Thema. In der Sitzung des Hauptausschusses erkundigte sich Silvia Bourceau (UWG) bei der Verwaltung zum Stand der Dinge. Das Mitfahrerbänke betreffende aktuelle Leader-Projekt passe nicht zu Roetgen, erklärte Bürgermeister Jorma Klauss. Da müsse man über andere Möglichkeiten nachdenken. Hierfür besitze die Verwaltung derzeit aber keine Kapazitäten. Man sei aber gerne bereit, Initiativen aus der Bevölkerung zu unterstützen.

Quelle: Eifeler Nachrichten

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