Die Sperren verschwinden vom Eifelsteig

FDP scheitert mit Antrag gegen den beschlossenen Abbau der Barrieren im Bereich der Roetgener Segel.

Die Holzbarrieren im Bereich der sogenannten „Segel“ auf dem Eifelsteig in Roetgen werden endgültig entfernt. Dies hat der Roetgener Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

Wie berichtet hatte der Roetgener Umwelt-, Touristik- und Forstausschuss Ende Mai auf Antrag der PRB-Fraktion dem Gemeinderat ohne Gegenstimme empfohlen, die massiven Holzsperren ersatzlos zu entfernen. Der Eifelsteig war im Herbst 2014 im Bereich der Segel (zwischen Mühlenstraße und Schwerzfelder Straße) befestigt und saniert worden. „Um die Aushärtung des Weges gewährleisten zu können, wurden seinerzeit die massiven Holzbarrieren installiert“, hatte die Verwaltung dazu ausgeführt. Vor allem unterbanden die Barrieren seither „eine Nutzung durch Reiter, die zuvor trotz eines bereits angebrachten Verbotsschildes den Eifelsteig genutzt und den Weg möglicherweise beschädigt“ hätten, hieß es. Der Weg sei mittlerweile gut gewachsen, „der Zustand kann als gut bezeichnet werden“, urteilte die Gemeindeverwaltung nach einem Ortstermin im Mai und schlug eine Entfernung der Barrieren vor. Angeregt hatte dies die PRB-Fraktion, die in den Sperren vor allem ein „Hindernis für Radfahrer und Kinderwagen sah“.

Die FDP aber sah dies anders. Um auch weiterhin den Durchschritt mit Pferden zu unterbinden, sollten die Hindernisse am Eifelsteig belassen werden, beantragten die Liberalen. „Man könnte ja zumindest noch bis nächstes Frühjahr warten“, versuchte deren Sprecher Dr. Georg Dittmer den Abbau hinauszuzögern, fand dafür jedoch ebenso keine Mehrheit wie der Vorschlag von Rainer Nießen (UWG), der sich für demontierbare Barrieren aussprach. Nur vier Ratsmitglieder stimmten schließlich für den FDP-Antrag auf Erhaltung der Barrieren.

Quelle: Foto und Text: H. Schepp

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