Die Frist wird bis September verlängert

Die Mindestzahl für den Internetausbau durch die Deutsche Glasfaser GmbH ist noch nicht erreicht.

Monatelang hat die Deutsche Glasfaser GmbH in den Gemeinden Simmerath und Roetgen für den Bau von Glasfaserleitungen bis ins Haus („Fiber to the home“) geworben. Das Unternehmen hatte angekündigt, ohne zusätzliche Fördergelder ein eigenes Glasfasernetz aufzubauen, wenn bis zum Stichtag mindestens 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag abschließen würden. Der Stichtag, an dem die Nachfragebündelung offiziell beendet sein sollte, war Montag, 3. Juli. Anschließend dauerte es noch einige Zeit, bis alle Verträge erfasst waren. Das Ergebnis ist, dass in keinem der Gebiete (siehe Box) die nötige Vertragsquote von 40 Prozent erreicht wurde. Nun will das Unternehmen die Frist bis Montag, 4. September, verlängern

„Das Interesse der Bürger ist groß“, erklärt Projektmanager Christian Scheffer. „Wir haben in den letzten Tagen vor dem Stichtag und auch am Stichtag selbst so viele Verträge erhalten, dass es die ganze Woche gedauert hat, diese zu zählen und entsprechend zu erfassen.“

Nachdem dies nun erfolgt ist, wurde nach gemeinsamen Gesprächen mit den beiden Gemeinden festgelegt, die Nachfragebündelung noch einmal bis zum 4. September 2017 zu verlängern. „In den verschiedenen Gesprächen mit den Bürgern wurde uns klar, dass wir den Leuten noch ein wenig Zeit einräumen müssen. Viele haben noch einige Fragen und möchten diese noch in einem persönlichen Gespräch geklärt wissen“, sagt Scheffer.

Auch die beiden Gemeinden, die einen Kooperationsvertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen haben, stehen weiterhin hinter dem Projekt. „Für uns als ländliche Kommune wäre eine Versorgung mit Glasfaserleitungen bis ins Haus ein Quantensprung. Um diesen aber auch tatsächlich zu erreichen, bedarf es aber noch weiterer Anstrengungen für zusätzliche Vertragsabschlüsse“, sagt Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.

Die verschiedenen Orte liegen nach Einschätzung der Deutschen Glasfaser GmbH alle gut im Rennen. So haben beispielsweise Huppenbroich/Eicherscheid und Hammer es fast geschafft und stehen ganz kurz vor den entscheidenden 40 Prozent. Auch die Gemeinde Roetgen hat über 30 Prozent erreicht.

Zusätzlich auch Raerener Straße?

„Zudem prüfen wir aktuell auch noch die Möglichkeit, die Raerener Straße in Roetgen als Privatkundenanschlüsse zu realisieren“, sagt Projektmanager Dennis Schiefke. Das sei Roetgens Bürgermeister, Jorma Klauss, ein besonderes Anliegen.

Aktuelle Zahlen der Nachfragebündelung

Roetgen: 32 Prozent

Rott und Mulartshütte: 30 Prozent

Simmerath, Witzerath, und Kesternich: 28 Prozent

Rollesbroich und Strauch: 26 Prozent

Lammersdorf, Kämpchen, Waldsiedlung und Paustenbach: 30 Prozent

Eicherscheid, Hammer und Huppenbroich: 37 Prozent

Einruhr, Seifenauel, Dedenborn, Erkensruhr: 21 Prozent

Woffelsbach, Rurberg und Steckenborn: 21 Prozent

„In den verschiedenen Gesprächen mit den Bürgern wurde uns klar, dass wir den Leuten noch ein wenig Zeit einräumen müssen.“

Christian Scheffer, Projektmanager
Deutsche Glasfaser GmbH

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