Das Tor zur Eifel wird für Touristen immer beliebter

Die Bilanz, die den Mitgliedern der Roetgen-Touristik bei der Versammlung im großen Saal des Rathauses vorgelegt wurde, verzeichnet einen Aufwärtstrend in Sachen Tourismus am „Tor zur Eifel“.

Bei den Verantwortlichen ist Zufriedenheit spürbar, und es soll so weitergehen. Eine neue Satzung sieht eine neue Zusammensetzung des Vorstandes vor, so dass auf Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss, den künftigen Vorsitzenden, eine wichtige Aufgabe zukommen wird.

In seinem Grußwort sagte Klauss, dass der Aufwind deutlich spürbar sei und er die Zuversicht habe, dass es weiter aufwärts gehen werde. Für den Vorsitzenden Stamos Papas war es eine große Freude, den langjährigen Vorsitzenden Georg Dittmer, der erfolgreiche Pionierarbeit für den Tourismus in Roetgen geleistet habe, begrüßen zu können. In seinem Rückblick meinte Papas, Roetgen sei mehr, als nur ein „Durchfahrtsort der Eifel“.

„Roetgen ist ein Naturparadies, rundum Wald, mitten in der Natur und doch stadtnah.“ Roetgen bediene zwei Megatrends: Wandern und Fahrradfahren. „Unsere Arbeit besteht darin, Roetgen als Destination bekannt zu machen, denn wir haben ja auch eine vielseitige Gastronomie vorzuweisen, tolle Übernachtungsmöglichkeiten und eine Menge an Veranstaltungen anzubieten.“

In Roetgen werden nur drei Hotels mit 79 Betten von der Beherbergungsstatistik erfasst. 2018 waren 9264 Gäste und 17.602 Übernachtungen zu verzeichnen. Das bedeutet ein Plus von 2,5 Prozent. Bei den ausländischen Besuchern ergeben 2094 Gäste mit 4137 Übernachtungen ein Plus von 20 Prozent. Dabei sei der größte Teil der Gäste nicht erfasst, es handele sich um Übernachtungsgäste in Ferienwohnungen und Häusern mit weniger als zehn Betten. Man könne die tatsächlichen Übernachtungszahlen getrost doppelt so hoch ansetzen, meinte Papas. Das bedeute dann, dass jeden Tag 100 Gäste in Roetgen übernachten, essen, trinken, einkaufen, die Natur genießen. Info Kommende Veranstaltungen in diesem Jahr

Am 26. Mai, 17 Uhr, gibt es im Bürgersaal ein Event, bei dem Melodien aus der Welt der Operette, Arien und Duette erklingen werden. Mitwirkende sind Kornelia Barwitzki (Sopran), Jolanta Kosira (Sopran), Lisa Plecokova (Geige), Irina Dubinska (Klavier). Das Repertoire reicht von der „Fledermaus“ über das „Weiße Röss’l“ bis hin zum „Czardas“ von Vittorio Monti. Weinseligkeit macht sich am 24. und 25. August auf dem Marktplatz in Roetgen breit, wenn das „Erste Roetgener Weinfest“ angeboten wird. Dabei wird die „Deutsche Weinkönigin“ von 2017 zugegen sein. Schwungvoll geht es zu mit der Show- und Swing-Band „Melano“ Steckenborn und der Musikvereinigung Roetgen. Bernd Stelter kommt am 29. September; die 2. Roetgener Blues- und Rocknacht ist am 2. November. Mit von der Partie die Somebody Wrong Bluesband aus Aachen sowie „TreasonFelony“ (Back on the Streets again). Jürgen Becker beschäftigt sich mit dem „Volksbegehren“ (Kulturgeschichte der Fortpflanzung) am 23. November, ehe es am 20. Dezember „Jauchzet, frohlocket“ heißt: ein vorweihnachtliches Adventssingen mit Jochen Malmsheimer, Herrn Rössler und sein Tiffany-Ensemble.

„Der Tourismus wächst und wird – mit langsamen Schritten – zu einem wichtigen Faktor im Leben unserer Gemeinde Roetgen“, so Papas. Besonders erfreulich sei, dass die Grenzlage Roetgens die Zusammenarbeit mit den belgischen Kollegen begünstige. Erste Kontakte zu Raeren seien geknüpft worden. „Die müssen nun wachsen und konkrete Formen annehmen“, wünscht der Vorsitzende sich.

Die Bilanz von 2018 zeige auch auf, dass die touristische Infrastruktur in Roetgen sich noch nicht auf der Höhe der Zeit, auch im Vergleich mit anderen Eifelkommunen, befinde. Es seien aber bereits wichtige Schritte in „die richtige Richtungen in Angriff genommen worden“.

2018, auch das sagte Papas deutlich, sei eine „turbulente schöpferische Zeit“ gewesen. Dabei sei offengelegt worden, welch ein touristisches Potential in Roetgen schlummere. Er nannte geschaffene Strukturen, die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Eifelverein, Heimat- und Geschichtsverein (HeuGeVe) sowie dem Kulturkreis. Für die Zukunft sei projektbezogen die Einbeziehung der belgischen Nachbarn und auch des Heimat- und Eifelvereins Rott vorgesehen. Papas Schluss-Fazit: „Unser Leitgedanke ist kein Stillstand. Wir sind erst am Anfang unserer Möglichkeiten.“

Über die Wandertage sprach Detlev Wöbeling. Die Teilnehmer seien überrascht gewesen, was für tolle Möglichkeiten in Roetgen gegeben seien. Am Ende hätten alle Wissenswertes erfahren und Neues mitgenommen. Daher wertete er eine Fortführung als lohnenswert.

Die Aktivitäten der Roetgen-Touristik und des Kulturkreises resümierte der 2. Vorsitzende, Norbert Siebertz. Nach dem Start 2017 sei man 2018 mit sechs Veranstaltungen „durchgestartet.“ Als Renner hätten sich die Alt-Aachener Bühne, das Springmaus-Theater Bonn und Konrad Beikircher erwiesen. „Wir haben aus allen Veranstaltungen viel gelernt und für 2019 bereits umgesetzt“, bekannte Siebertz. Veranstaltungen, für die Garantiesummen verlangt werden oder auch höhere Eintrittspreise erforderlich seien, wolle man nicht anpacken. Man hoffe jetzt rasch auf eine neue Licht-Ton-Anlage im Bürgersaal.

Norbert Siebertz hat ausgemacht, dass der Zuwachs an auswärtigen Besuchern aus dem Eifeler Umfeld, der Stadt Aachen, Belgien und den Niederlanden zugenommen habe. Für 2020 seien schon sechs Veranstaltungen fest eingeplant, zwei bis drei weitere werden noch folgen. Mit erfreulichen Zahlen von der Mitgliederentwicklung sowie den Einnahmen von Mitgliedsbeiträgen, wartete Schatzmeister Bernhard Müller auf. Zu Beginn 2018 seien 67 Mitglieder registriert gewesen, man habe sechs Austritte verzeichnen müssen, bedingt durch Geschäftsaufgaben, so dass noch 61 zahlende Mitglieder zu Buche stehen. Der Kontostand habe sich zwar vermindert, aber der Vermögensstand sei erhöht worden.

Müller sprach auch noch einmal die Wandertage an. „Wenn man bedenkt, dass über den ‚Oecher Deal’ über 100.000 Leser aus der gesamten Region von Roetgen und den Wandertagen gehört haben, dann ist das eine außerordentlich preiswerte Werbekampagne für Roetgen, also genau das, was wir auch in Zukunft machen wollen, gewesen.“

In seinem Ausblick klang an: „Da wir seit Februar diesen Jahres einen hauptamtlichen Geschäftsführer haben, ergeben sich für die Roetgen-Touristik neue Möglichkeiten, so dass erst im Laufe diesen Jahres geklärt werden kann, welche Aktivitäten entwickelt und durchgeführt werden können.“

Geschäftsführer Uwe Breda brachte eine erforderliche neue Satzung ins Spiel, die eine neue Zusammensetzung des künftigen Vorstandes mit sich bringe. Darin sind wichtige Änderungen enthalten, denn künftig fällt dem Bürgermeister der Gemeinde das Amt des Vorsitzenden zu. Zum Stellvertreter wird eine Person durch den Rat der Gemeinde bestimmt, ein weiterer Stellvertreter ist von den Mitgliedern zu wählen. Der Vorsitzende benennt einen Beisitzer, der bei der Gemeinde Roetgen beschäftigt ist, und er kann einen Geschäftsführer benennen, der über Alleinvertretungsbefugnis verfügt.

Hierzu wird nach den Sommerferien eine neuerliche Versammlung anberaumt. Die Satzungsänderungen wurden einstimmig angenommen. Stamos Papas sieht in der neuen Satzung eine „optimale Lösung“ für die Gemeinde Roetgen, um neue, Wege einschlagen zu können.

AN 14.05.2019 (der)

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