Baustelle B 258: „Das ist nicht akzeptabel“

Zum Foto: Eine Baustelle, die keine ist: Übers Wochenende auf der Fahrbahn abgestellte Baufahrzeuge (re.) machten in der Ortsdurchfahrt Roetgen eine Bauampel erforderlich. Entsprechend groß war der Ärger.

Maximaler Ärger über eine eigentlich nicht erforderliche Bauampel in Roetgen. Bürgermeister lenkt ein.

Roetgen. Ganz langsam hat sich inzwischen die öffentliche Erregung gelegt, nachdem die Baustelle auf der B 258 in der Ortsdurchfahrt Roetgen am Wochenende für einen maximalen Pegel an Gereiztheit und Fassungslosigkeit bei tausenden Autofahrern zwischen Aachen und Eifel gesorgt hatte. Der Ärger entlud sich, weil die Autofahrer, wenn sie dann nach kilometerlangen Staus (teilweise staute sich der Verkehr bis Relais Königsberg) endlich die Bauampel in Höhe des Raiffeisenbankgebäudes passierten, entsetzt feststellten, dass aktuell überhaupt keine Baustelle existiert, sondern lediglich zwei am Freitagnachmittag nach Feierabend auf der Fahrbahn abgestellte Baufahrzeuge es erforderlich machten, den Verkehr einspurig zu regeln.

Die Gemeinde Roetgen als Auftraggeber der bauausführenden Firma hat sich inzwischen für die Panne entschuldigt. „Die Baufirma hat nicht so gehandelt wie es sinnvoll gewesen wäre. Das ist so nicht akzeptabel“, erteilt Bürgermeister Jorma Klauss dem Unternehmen eine deutliche Rüge. Zunächst stand noch die Aussage im Raum, dass am Freitag aufgebrachter Asphalt noch aushärten müsse und deshalb die Bauampel habe aufgestellt werden müssen. Am späten Montagnachmittag klärte sich dann, dass diese Annahme nicht stimmte. Nachdem die Situation klar war, hat Jorma Klauss der Baufirma gegenüber schriftlich seinen Unmut geäußert und deutlich gemacht, dass die Baufahrzeuge problemlos an anderer Stelle hätten abgestellt werden können.

Man habe zudem klar die Erwartung zum Ausdruck gebracht, dass in Zukunft der Verkehrsfluss durch die Baumaßnahme nur im absolut erforderlichen Umfang eingeschränkt werden dürfe.

Kritische Stimmen

Auch aus der Bevölkerung gab es viele kritische Stimmen. Christiane Rühlmann aus Roetgen fragt sich, „wie man bei einer planbaren Baumaßnahme auf einer Hauptverkehrsader ausgerechnet die Monate November und Dezember auswählen konnte. Darauf habe ich noch keine Antwort erhalten“. Außerdem müsse doch erwartet werden können, „dass die Arbeiten auch den ganzen Freitag und am Samstag gemacht werden können. Auch andere Berufstätige müssen am Wochenende arbeiten.“

Harald Höth aus Roetgen spricht von einem Schildbürgerstreich: „Anscheinend sind die Lager für Baumaschinen und Baustellenschilder überfüllt. Daher hat man nun die Bundesstraße in Roetgen als Abstellplatz entdeckt. Wären die Baufahrzeuge woanders abgestellt worden, dann wäre die Ampel für diesen sehr kurzen Abschnitt überflüssig und Hunderte Liter Benzin wären nicht durch wartende Fahrzeuge als Abgas in die Luft geschleudert worden. Der Aufwand zum Mitdenken bei der Baufirma war anscheinend nicht in der Ausschreibung für die Baustelle enthalten.“

Quelle: Eifeler Nachrichten
Text: Peter Stollenwerk, Foto: privat

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